Wie sieht ein Blog aus?

 

Ein Blog ist in der Regel chronologisch gegliedert. Dabei handelt es sich manchmal um eine endlose Abfolge von Einträgen. Zudem kann jedem Eintrag ein Bild, ein Video oder eine Audiodatei angefügt werden. Zusätzlich kann ein Blog auch thematisch gegliedert sein, sodass ein Leser relativ schnell auf der Startseite den für sich relevanten Eintrag oder Artikel finden kann.

Heute gibt es zahlreiche Unternehmensblogs, oder auch Corporate Blogs genannt, die bspw. der Kundenbindung und Betreuung dienen. Konventionelle Medien wie Zeitschriften nutzen z.B. das Bloggen um ihren Leserkreis zu erweitern. Außerdem verwenden sie es als Medium um direkte Rückmeldungen zu ihren Themen und Artikeln zu erhalten.

Aufgrund dieser Verbreitung wurden Blogs von der deutschen Nationalbibliothek als Internetpublikation anerkannt. Allerdings unterscheiden sich Blogs von anderen Internetpublikationen in zwei Dimensionen. So weisen Blogs spezifische technische und sprachliche Charakteristika auf.

1. Technische Merkmale:

Die technische Dimension beschreibt die Art und Weise wie ein Blog errichtet und betrieben wird. Generell existieren zwei Varianten einen Blog zu beginnen. Zum einen kann der Internetnutzer seinen eigenen Blog einrichten. Dies meint, dass der Blogger seinen Blog auf seinem individuellen Server oder Webspace mit eigener Domain betreibt. Erwähnenswert ist hier jedoch, dass diese Form nicht nur eine Weblog-Software, wie WordPress benötigt, sondern auch grundlegende Kenntnisse im Bereich der HTML und Servertechnik erfordert.

Zum anderen ist es möglich gemäß dem „Software-as-a-Service-Prinzip“, die von kommerziellen Anbietern bereitgestellten Softwaren zu benutzen. Dort ist es nach einfacher Registrierung binnen weniger Minuten möglich seinen Blog einzurichten. Bekannte Anbieter sogenannter Blogging-Plattformen bzw. Communities sind z.B. Googles Blogger.com, WordPress und Tumblr. Allerdings bieten auch einige soziale Netzwerke bestimmte Blog-Funktionalitäten an. In diesem Bereich ist vor allem Myspace oder Twitter zu nennen, als Microblog-Medium.

Generell kann man feststellen, dass Blog-Communities ihren Fokus auf den Transport der sozialen und kommunikativen Aspekte gelegt haben. Dem gegenüber gibt es viele individuell gehostete Blogs, die der publizistischen Meinungsäußerung oder dem Bereich der Kundenkommunikation dienen. Technisch gesehen basiert ein Blog somit auf einer bestimmten oftmals kostenlos erhältlichen Software, die man auf seinem Webspace installiert. Im Hinblick auf eine mögliche Vermarktung kann sich das eigene Hosting als sinnvoller erweisen.

2. Sprachliche Merkmale:

Das auffälligste Charakteristikum eines Blogs ist die Subjektivität. Die Ich-Perspektive wird meistens vom Autor verwendet. Weiterhin ist zu bemerken, dass die Themen in den Blogs häufig die medialen Themen widerspiegeln und so Teil des öffentlichen Diskurses sind. Sie reflektieren das öffentliche Interesse. Zudem ist die „Interaktivität“ aller am Blog Beteiligten wesentlich.

Die Kommentarfunktion lässt eine Diskussion zu und fördert so den Gedankenaustausch. Kommentare zu den Artikeln sind etwa mit Leserbriefen zu vergleichen. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Laie und Profi (etwa dem Autor), bzw. kommunikationswissenschaftlich ausgedrückt, zwischen Rezipient und Produzent.

Neben den technischen und sprachlichen Merkmalen weisen Blogs einheitliche Strukturmerkmale auf:

• Einträge: Die Artikel bzw. die sogenannten Posts sind Hauptbestandteil eines jeden Blogs. Üblicherweise werden sie umgekehrt chronologisch aufgelistet. Dadurch werden die neusten Einträge oben angezeigt. Die Älteren können im Archiv eingesehen werden.

• Thread: Als Thread wird die Gesamtheit der aufeinander folgenden Beiträge zu einem be-stimmten Thema innerhalb eines Blogs bezeichnet.

• Permalinks: Jeder Eintrag besitzt eine eindeutige und unveränderliche Webadresse (URL). Dies ermöglicht es anderen Nutzern oder anderen Blogs direkt einzelne Texte anstatt des gesamten Weblogs verlinken zu können.

• Kommentare: Die Kommentare spiegeln die eigene Meinung der Leser zu einem Eintrag wider. Dabei kann der Blogger entscheiden ob sie sofort veröffentlicht, oder erst nach einer Kontrolle angezeigt werden. Die moderierte Version soll Spam und Vandalismus vorbeugen.

• Trackback: Die Trackback-Funktion ermöglicht es, dass Blogger B benachrichtigt wird sobald ein anderer Blogger, hier Blogger A, einen Beitrag in seinem eigenen Blog verlinkt. Ähnlich wie bei einem Kommentar erfährt Blogger B so, dass ein anderer Blogger auf ihn verweist.

• Feed: Ein Feed enthält Inhalte eines Weblogs in vereinheitlichter Form. Mit einem sog. Feedreader kann der Leser mehrere Blogs auf einmal überschauen und erkennen in welchem abonnierten Weblog neue Beiträge erschienen sind.